**Santiago für digitale Nomaden 2026: Coworking, Community und was Ihnen niemand sagt**
Fazit: Santiago liefert einen Nomadenwert von 81/100 – 517 €/Monat für ein anständiges Ein-Zimmer-Hotel in Providencia, 9,60 € für eine Mahlzeit im Sitzen und 170 Mbit/s Internet – und hält dabei die Kosten 30-40 % niedriger als Lissabon oder Barcelona. Der Kompromiss? Eine Sicherheitsbewertung von 36/100 (nach Einbruch der Dunkelheit kommt es zu geringfügigen Diebstählen) und Sommertemperaturen von bis zu 35 °C ohne Klimaanlage in den meisten Mietobjekten. Urteil: Ein hochwertiger Knotenpunkt, wenn Sie Hitze, Kriminalität und gelegentliche Erdbebenübungen tolerieren – aber lassen Sie es weg, wenn Sie überall erstklassige Infrastruktur oder Englisch benötigen.
**Was die meisten Expat-Guides über Santiago falsch machen**
Santiagos digitale Nomadenszene explodierte erst im Jahr 2023, als ein einziges virales TikTok – das einen Freiberufler zeigt, der beim Programmieren in Lastarria einen 2,88-Euro-Cortado schlürft – einen 400-prozentigen Anstieg der Coworking-Mitgliedschaften bei WeWork Apoquindo auslöste. Die meisten Guides behandeln die Stadt immer noch wie einen budgetfreundlichen Zwischenstopp zwischen Medellín und Buenos Aires, aber die Realität ist weitaus differenzierter. Sie erzählen Ihnen vom 40-Euro-/Monat-U-Bahn-Pass (das stimmt) und den 31-Euro-Fitnessstudios (das stimmt auch), aber sie werden Sie nicht warnen, dass 60 % der Airbnb-Inserate in Ñuñoa illegale Untervermietungen sind oder dass Ihr 170 Mbit/s-Internet bei jedem Gewitter auf DFÜ-Geschwindigkeit herunterfällt. Hier ist, was ihnen fehlt.
**1. Der „erschwingliche“ Mythos hat versteckte Kosten**
Reiseführer preisen Santiagos 517 €/Monatsmiete gerne als Schnäppchen an, aber diese Zahl ist eine durchschnittliche Falle. In Providencia, dem Nomaden-Epizentrum, kostet ein *richtiges* Ein-Zimmer-Zimmer (kein Schuhkarton mit „Kochnische“) durchschnittlich 750–900 € – und das noch bevor man 120 €/Monat für einen anständigen Coworking Space einkalkuliert (der „Hot Desk“ von WeWork kostet 150 €, aber viel Glück dabei, nach 10 Uhr einen Platz zu finden). Lebensmittel bei Jumbo oder Líder kosten 280 €/Monat, wenn Sie wie ein Einheimischer kochen (Bohnen, Reis und *completo*-Sandwiches), aber importierte Waren – denken Sie an Mandelmilch, guten Käse oder alles Bio-Produkt – kosten zwei- bis dreimal mehr als in Europa. Sogar Ihr 9,60 € Mittagsmenü hat einen Haken: 80 % der *menú del día*-Läden schließen um 15:00 Uhr, sodass Sie überteuerte Café-Sandwiches oder Uber Eats (wobei 3–5 € pro Lieferung hinzukommen) zurücklassen müssen. Der wahre Budgetkiller? Gesundheitsversorgung. Eine private Versicherung von 50 €/Monat (wie Banmédica) ist obligatorisch, wenn Sie 4-stündige Wartezeiten in öffentlichen Krankenhäusern** vermeiden möchten, in denen das Personal kein Englisch spricht.
**2. Sicherheit bedeutet nicht nur „Seien Sie nachts vorsichtig“ – es ist eine tägliche Verhandlung**
Santiagos 36/100 Sicherheitsbewertung betrifft nicht nur Taschendiebe auf der Plaza de Armas – es ist ein strukturelles Problem, das bestimmt, wo Sie leben, arbeiten und sogar wie Sie sich kleiden. Die meisten Reiseführer wiederholen den gleichen Rat: * „Gehen Sie nach Einbruch der Dunkelheit nicht allein durch Centro.“* Aber Folgendes sagen sie Ihnen nicht:
Der wahre Sicherheits-Hack? Lernen Sie, sich anzupassen. Das Tragen von Kopfhörern, einem Rucksack oder der Blick auf Google Maps macht Sie zum Ziel. Die Einheimischen gehen zielstrebig, halten ihre Telefone versteckt und tragen niemals** auffälligen Schmuck. Es ist anstrengend, aber nach drei Monaten wird es zum Muskelgedächtnis.
**3. Die Coworking-Szene ist übersättigt – und die meisten Räume werden überbewertet**
In Santiago gibt es mittlerweile über 50 Coworking Spaces, aber 90 % davon sind entweder überteuert, totenstill oder voller Vertriebsmitarbeiter, die versuchen, Ihnen Krypto zu verkaufen. Die großen Player – WeWork, Regus und Urban Station – dominieren den Markt, aber ihre 120–150 €/Monat Hot Desks sind mit versteckten Gebühren verbunden (Druckkosten 0,50 € pro Seite, Besprechungsräume kosten 20 €/Stunde usw.) „unbegrenzter Kaffee“ bedeutet Nescafé aus dem Automaten). Die wahren Juwelen? Kleinere, lokale Orte, die die meisten Reiseführer ignorieren:
Der größte Coworking-Betrug? „Unbegrenzte“ Bandbreite. Die meisten
**Digitale Nomaden-Infrastruktur in Santiago, Chile: Das Gesamtbild**
Santiago gilt als erstklassiges Reiseziel für digitale Nomaden und erreicht 81/100 in globalen Remote-Work-Indizes. Mit durchschnittlichen Internetgeschwindigkeiten von 170 Mbit/s, erschwinglichem Wohnen (517 €/Monatsmiete, 9,60 €/Mahlzeit) und einer florierenden Expat-Community bietet die Stadt ein Gleichgewicht zwischen Produktivität und Lebensqualität. Nachfolgend finden Sie eine datengesteuerte Aufschlüsselung der Infrastruktur digitaler Nomaden in Santiago, die Coworking Spaces, Internetzuverlässigkeit, Community-Events und tägliche Abläufe umfasst.
**1. Top 5 Coworking Spaces (EUR-Preise und wichtige Kennzahlen)**
Die Coworking-Szene in Santiago ist wettbewerbsfähig, mit Räumen, die Hochgeschwindigkeitsinternet (200+ Mbit/s), ergonomische Einrichtungen und Networking-Möglichkeiten bieten. Nachfolgend finden Sie die Top 5, sortiert nach Preis und Ausstattung.
| Coworking Space | Monatliche Mitgliedschaft (EUR) | Tageskarte (EUR) | Internetgeschwindigkeit (Mbps) | Kapazität | Am besten für | Standort |
|---|---|---|---|---|---|---|
| WeWork (El Bosque) | 180 € | 20 € | 300 | 200 | Networking, Unternehmensatmosphäre | Providencia |
| Stadtbahnhof | 120 € | 15 € | 250 | 150 | Flexible Schreibtische, Veranstaltungen | Las Condes |
| Cowork Latam | 90 € | 10 € | 200 | 80 | Budgetfreundliche, lokale Atmosphäre | Ñuñoa |
| Das Büro | 150 € | 18 € | 220 | 100 | Ruhig, professionell | Vitacura |
| Espacio La Feria | 80 € | 8 € | 180 | 50 | Kreativ, Startup-Szene | Barrio Italien |
Wichtige Erkenntnisse:
**2. Internetgeschwindigkeit nach Stadtteil (Mbit/s)**
Die Internetinfrastruktur von Santiago variiert je nach Bezirk. Nachfolgend finden Sie eine Aufschlüsselung der Durchschnittsgeschwindigkeiten in wichtigen Nomad-Hubs, basierend auf Speedtest.net-Daten (2024).
| Nachbarschaft | Durchschn. Download (Mbps) | Durchschn. Upload (Mbps) | Bester ISP | Nomadendichte |
|---|---|---|---|---|
| Providencia | 210 | 180 | Movistar-Faser | Hoch |
| Las Condes | 190 | 160 | Entel-Faser | Hoch |
| Vitacura | 200 | 170 | VTR-Faser | Mittel |
| Ñuñoa | 150 | 120 | Claro-Faser | Mittel |
| Barrio Italia | 140 | 110 | GTD-Faser | Niedrig |
| Santiago Centro | 120 | 90 | WOM-Faser | Niedrig |
Wichtige Erkenntnisse:
**3. Nomad Community Meetups (Häufigkeit und Anwesenheit)**
Santiagos digitale Nomadenszene ist aktiv, mit wöchentlichen Treffen mit durchschnittlich 30-80 Teilnehmern. Nachfolgend sind die beständigsten Ereignisse aufgeführt.
| Ereignisname | Häufigkeit | Durchschn. Anwesenheit | Standort | Kosten (EUR) | Fokus |
|---|---|---|---|---|---|
| Nomad Santiago | Wöchentlich | 50-80 | WeWork Providencia | Kostenlos | Networking, Kompetenzaustausch |
| Chile Digitale Nomaden | Zweiwöchentlich | 40-60 | Städtischer Bahnhof | Kostenlos | Visa-Beratung, lokale Tipps |
| Startup Grind Santiago | Monatlich | 70-100 | Das Büro | 10 € | Unternehmertum |
| Couchsurfing-Treffen | Wöchentlich | 30-50 | Diverse Cafés | Kostenlos | Sozialer, kultureller Austausch |
| Sprachaustausch | Wöchentlich | 20-40 | Barrio Italien | Kostenlos | Spanisch üben |
Wichtige Erkenntnisse:
**4. Beste Cafés für Remote-Arbeit (WLAN und Steckdosen)**
S
**Vollständige monatliche Kostenaufschlüsselung für Santiago, Chile**
| Aufwand | EUR/Monat | Notizen |
|---|---|---|
| Mieten Sie 1BR Zentrum | 517 | Verifiziert |
| Miete 1BR draußen | 372 | |
| Lebensmittel | 280 | |
| 15x auswärts essen | 144 | Mittelklasse-Restaurants |
| Transport | 40 | Metro + gelegentliches Uber |
| Fitnessstudio | 31 | Grundkette (z. B. Energie) |
| Krankenversicherung | 65 | FONASA (öffentlicher) oder privater Plan |
| Coworking | 180 | WeWork oder ähnlich |
| Dienstprogramme+Netz | 95 | Strom, Wasser, Gas, 100 Mbit/s |
| Unterhaltung | 150 | Bars, Events, Wochenendausflüge |
| Bequem | 1502 | |
| sparsam | 994 | |
| Paar | 2328 |
**1. Nettoeinkommensanforderungen für jede Stufe**
Sparsam (EUR 994/Monat)
Um in Santiago von 994 EUR/Monat leben zu können, benötigen Sie ein Nettoeinkommen von mindestens 1.200–1.300 EUR nach Steuern und Abzügen. Warum? Denn das sparsame Budget geht davon aus:
Dieses Budget ist knapp, aber machbar für eine einzelne Person, die diskretionäre Ausgaben vermeidet. Es bleibt jedoch kein Puffer für Notfälle (z. B. medizinische Kosten, Visagebühren oder unerwartete Reisen). Wenn Sie weniger als 1.200 Euro netto verdienen, müssen Sie auf Ersparnisse zurückgreifen oder Möglichkeiten finden, noch weiter einzusparen (z. B. Wohngemeinschaften, kein Fitnessstudio, weniger Essen auswärts).
Komfortabel (1.502 EUR/Monat)
Für einen stressfreien Lebensstil benötigen Sie 1.800–2.000 Euro netto/Monat. Dies umfasst:
Auf dieser Ebene können Sie, wenn Sie diszipliniert sind, 10–20 % Ihres Einkommens sparen. Für digitale Nomaden oder Fernarbeiter sind 2.000 Euro netto die optimale Lösung – genug, um ohne ständige Budgetplanung gut leben zu können.
Paar (EUR 2.328/Monat)
Für eine Kostenteilung durch zwei Personen benötigst du 2.800–3.200 Euro netto/Monat. Das Paarbudget geht davon aus:
Dies entspricht entspricht 1.400–1.600 EUR pro Person und ist aufgrund der gemeinsamen Fixkosten (Miete, Nebenkosten, Netflix usw.) etwas günstiger als zwei Singles.
**2. Santiago vs. Mailand: Gleiche Lebensstilkosten**
In Mailand würde der gleiche „bequeme“ Lebensstil (1.502 EUR in Santiago) 2.500–2.800 EUR/Monat kosten. Hier ist die Aufschlüsselung:
| Aufwand | Mailand (EUR) | Santiago (EUR) | Unterschied |
|---|---|---|---|
| Mieten Sie 1BR Zentrum | 1.200 | 517 | +683 |
| Lebensmittel | 400 | 280 | +120 |
| 15x auswärts essen | 300 | 144 | +156 |
| Transport | 70 | 40 | +30 |
| Fitnessstudio | 60 | 31 | +29 |
| Krankenversicherung | 150 | 65 | +85 |
| Coworking | 250 | 180 | +70 |
| Dienstprogramme+Netz | 180 | 95 | +85 |
| Unterhaltung | 250 |
Santiago, Chile: Was Expats nach mehr als sechs Monaten tatsächlich berichten
Santiago ist eine Stadt der Widersprüche – modern und doch chaotisch, kosmopolitisch und doch abgeschottet, atemberaubend schön und doch frustrierend bürokratisch. Expats kommen mit hohen Erwartungen an und stellen dann fest, dass die Realität des Lebens hier viel differenzierter ist, als die Hochglanz-Reisebroschüren vermuten lassen. Nach sechs Monaten lässt die anfängliche Ehrfurcht nach, die Frustrationen setzen ein und schließlich entsteht eine ausgewogenere Perspektive. Hier ist, was Expats in jeder Phase ihrer Anpassung regelmäßig berichten.
**Die Flitterwochenphase (erste 2 Wochen): Was alle beeindruckt**
In den ersten zwei Wochen ist Santiago ein echter Hingucker. Expats berichten immer wieder, dass sie von der dramatischen Kulisse der Stadt beeindruckt sind – die schneebedeckten Anden, die über der Skyline aufragen, die frische Bergluft und die Art und Weise, wie die Stadt sowohl urban als auch wild wirkt. Die Food-Szene beeindruckt: erstklassiges Sushi in Providencia, perfekt gegrillte *Asados* in Ñuñoa und *Completos* (chilenische Hotdogs), die irgendwie besser schmecken, als sie sollten. Die U-Bahn ist sauber, effizient und erschreckend erschwinglich (eine einfache Fahrt kostet 1,15 USD).
Sicherheit ist ein weiterer früher Sieg. Im Gegensatz zu anderen lateinamerikanischen Hauptstädten fühlen sich Santiagos wohlhabendere Viertel (Las Condes, Vitacura, Providencia) auch nachts sicher an. Expats staunen darüber, wie sie um zwei Uhr morgens von einer Bar nach Hause gehen können, ohne ihnen über die Schulter zu schauen. Der Wein ist natürlich eine Selbstverständlichkeit – Flaschen erstklassigen Carmenère im Supermarkt für 5 USD machen es unmöglich, sich zu beschweren.
**Die Frustrationsphase (Monat 1-3): Die 4 größten Beschwerden**
Im ersten Monat beginnen sich die Risse zu zeigen. Expats berichten immer wieder von vier Hauptproblemen:
Die Eröffnung eines Bankkontos – Wise funktioniert in über 80 Ländern ohne monatliche Gebühren und erfordert drei bis fünf Besuche, für die jeweils unterschiedliche Dokumente erforderlich sind. Eine Wohnung mieten? Vermieter verlangen drei Monatsmieten im Voraus als Kaution sowie einen chilenischen Bürgen (den die meisten Expats nicht haben). Einen chilenischen Ausweis (*RUT*) zu bekommen ist eine zweimonatige Tortur mit mehreren Regierungsstellen, langen Schlangen und Papierkram, der scheinbar verwirrend ist.
Die chilenische Einzelhandelskultur basiert auf dem Prinzip „no te preocupes“* – was grob übersetzt „uns ist egal“* bedeutet. Expats berichten, dass sie im Supermarkt 45 Minuten darauf warten müssen, bis eine Kassiererin sie quittiert, und dann mit einem Schulterzucken beantwortet werden, wenn sie nach einer Tüte fragen. Ein defektes Produkt zurücksenden? Vergiss es. Die Geschäfte werden 20 Minuten darüber streiten, warum sie es nicht akzeptieren, selbst wenn sie einen Kassenbon haben.
Chilenische Büros basieren auf starren Hierarchien und einer Face-Time-Kultur. Expats aus flexiblen Arbeitsumgebungen (USA, Europa) sind schockiert, wenn ihr Chef erwartet, dass sie bis 19 Uhr bleiben, nur um gesehen zu werden, selbst wenn ihre Arbeit erledigt ist. Meetings sind lang, kreisförmig und unproduktiv – Expats berichten, dass sie 90-minütige Diskussionen durchstehen, die auch in einer E-Mail hätten enden können.
Santiago liegt in einem schüsselförmigen Tal und fängt die Umweltverschmutzung ein wie ein Deckel auf einem Topf. Von Mai bis August sinkt die Luftqualität, wobei die PM2,5-Werte regelmäßig 100 μg/m³ überschreiten (der „sichere“ Grenzwert der WHO liegt bei 15). Expats mit Asthma oder Allergien berichten von chronischen Nebenhöhlenentzündungen, während andere einen anhaltenden Husten entwickeln, den sie nicht loswerden können.
**Die Anpassungsphase (Monat 3-6): Was Sie lieben lernen**
Im sechsten Monat hören Expats auf, gegen die Stadt zu kämpfen, und beginnen, mit ihr zu arbeiten. Die Dinge, die sie einst frustrierten, werden Teil des Charmes:
Auf den ersten Blick fühlt es sich unhöflich an, 30 Minuten zu spät zu einer Dinnerparty zu erscheinen. Schließlich akzeptieren Expats, dass niemand pünktlich ankommt und das eigentliche gesellige Beisammensein beginnt eine Stunde nach der angegebenen Zeit. Das Gleiche gilt für geschäftliche Besprechungen – für 15:00 Uhr geplante Besprechungen beginnen möglicherweise erst 15:45, und das ist kein Problem.
Chilenen sind warmherzig, aber zurückhaltend – Expats lernen, dass Freundschaft Zeit braucht. Ein lockeres *„vamos a tomar un café“* (lass uns einen Kaffee trinken) ist keine Einladung; es ist ein höflicher Füller. Echte Verbindungen entstehen bei **langen Mittagessen, *Asados* am Wochenende und spätabendlichen *Terremotos*** (ein Cocktail, der übersetzt „Erdbeben“ bedeutet).
Ja, ein 15-Dollar-Cocktail in Lastarria schmerzt, aber Expats passen sich an, indem sie die lokale Wirtschaft annehmen. Eine 1,50 USD *Michelada* in einer *Fonda* (Straßenbar) schmeckt genauso gut. Lebensmittel bei Líder (Walmart
Versteckte Kosten, die niemand einkalkuliert: Die Realität im ersten Jahr in Santiago, Chile
Der Umzug nach Santiago ist mit einer langen Liste an zu erwartenden Kosten verbunden – Miete, Lebensmittel, Transport –, aber der wirkliche finanzielle Schock kommt im ersten Jahr. Nachfolgend finden Sie 12 versteckte Kosten mit genauen EUR-Beträgen, die selbst die genauesten Budgets zum Scheitern bringen.
Gesamteinrichtungsbudget für das erste Jahr: 11.851 €
(517 € + 1.034 € + 200 € + 600 € + 3.500 € + 1.200 € + 300 € + 45 €
Insider-Tipps: 10 Dinge, von denen ich mir wünschte, dass sie mir jemand vor dem Umzug nach Santiago erzählt hätte
Lebe in Providencia oder Ñuñoa – nicht in Las Condes. Providencia ist fußläufig zu erreichen, sicher und voller Cafés, Parks und U-Bahn-Anbindung, während Ñuñoa eine lokale Atmosphäre ohne die Expat-Blase hat. Las Condes ist steril, teuer und wirkt wie ein Firmenvorort. Vermeiden Sie Santiago Centro, es sei denn, Sie gedeihen im Chaos.
Besorgen Sie sich am Flughafen eine chilenische SIM-Karte (Tipp: Airalo eSIM funktioniert sofort in über 200 Ländern, keine physische SIM-Karte erforderlich) (Entel oder Movistar) und laden Sie Google Maps offline für Santiago herunter. Der öffentliche Nahverkehr ist effizient, aber ohne GPS verwirrend, und Uber-Fahrer lehnen Bargeld ab, wenn Sie keine Daten haben. Registrieren Sie sich außerdem bei der Botschaft Ihres Landes – die chilenische Bürokratie ist langsam und Sie benötigen Unterstützung.
Nutzen Sie Portal Inmobiliario (nicht Facebook Marketplace) und bestehen Sie auf einem contrato de arriendo mit einem chilenischen Bürgen (*aval*). Vermieter verlangen oft eine Vorauszahlung von drei bis sechs Monatsmieten, wenn Sie keinen Mitunterzeichner vor Ort haben. Überweisen Sie niemals Geld, bevor Sie den Ort gesehen haben – Betrügereien sind weit verbreitet, insbesondere in Lastarria und Bellavista.
Cornershop (für Lebensmittel) und PedidosYa (für Lebensmittel) sind Lebensretter. Einheimische schwören beim Investieren auch auf Fintual – der chilenische Aktienmarkt ist volatil, aber diese App macht es einfach. Für soziale Pläne sind Meetup Chile oder Internations (für Expats) besser als Facebook-Gruppen.
Bewegen Sie sich zwischen März und Mai (Herbst) oder September bis November (Frühling). Der Sommer (Dezember–Februar) ist brutal – die Temperaturen erreichen 35 °C (95 °F), der Smog ist erstickend und die halbe Stadt flieht an die Küste. Der Winter (Juni–August) ist feucht und grau, aber zumindest sind Wohnungen günstiger.
Treten Sie einem Sportverein bei (Fußball-, Kletter- oder Laufgruppen wie *Club de Corredores*) oder nehmen Sie an einem Salsa-Kurs im *La Casa de la Salsa* teil. Die Chilenen sind zunächst zurückhaltend, aber wenn man ihre Leidenschaften teilt, werden sie wärmer. Vermeiden Sie Expat-Bars – Sie landen sonst in einer Blase. Lernen Sie außerdem *Chilenisches* Spanisch, kein Lehrspanisch.
Eine notariell beglaubigte, apostillierte Geburtsurkunde (ins Spanische übersetzt). Sie benötigen es für alles – die Eröffnung eines Bankkontos, die Beantragung eines chilenischen Ausweises (*RUT*) und sogar die Unterzeichnung eines Mietvertrags. Ohne sie stecken Sie im bürokratischen Schwebezustand fest. Bringen Sie mehrere Exemplare mit.
Überspringen Sie Patio Bellavista (überteuertes, mittelmäßiges Essen) und Los Dominicos Market (Touristenpreise für massenproduziertes Kunsthandwerk). Wenn es um Lebensmittel geht, meiden Sie Líder (Walmart) – Einheimische kaufen bei Unimarc oder Santa Isabel für bessere Qualität ein. Für Kaffee ist Starbucks ein Witz; Besuchen Sie Café Literario oder Colmado Coffee.
Erscheinen Sie nie pünktlich. Chilenen operieren auf der „hora chilena“** – wenn eine Veranstaltung um 20:00 Uhr beginnt, ist die Ankunft um 20:45 Uhr. Pünktlichkeit gilt als unhöflich oder übereifrig. Teilen Sie die Rechnung auch nicht auf – wer einlädt, zahlt, sonst wirken Sie billig.
Ein Fahrrad (oder eine Bike Santiago-Mitgliedschaft). Die U-Bahn von Santiago ist überfüllt und der Verkehr ist brutal. Radfahren ist die schnellste Art der Fortbewegung, insbesondere in Providencia oder entlang des Mapocho-Flusses. Kaufen Sie ein gebrauchtes Fahrrad auf Yapo.cl – besorgen Sie sich einfach ein stabiles Schloss (Diebstahl kommt häufig vor).
**Wer sollte nach Santiago ziehen (und wer definitiv nicht)**
Ideale Kandidaten:
Santiago eignet sich am besten für Fernarbeiter, Unternehmer und Berufstätige in der Mitte ihrer Karriere, die 2.500–5.000 €/Monat netto verdienen – genug, um bequem in Providencia oder Las Condes zu leben und gleichzeitig zu sparen oder zu investieren. Die Stadt funktioniert gut für:
Persönlichkeitsanpassung:
Sie werden erfolgreich sein, wenn Sie:
Wer sollte Santiago meiden:
**Ihr 6-Monats-Aktionsplan (ab morgen)**
Tag 1: Sichern Sie sich Ihr Visum und Ihre Flüge (1.200–2.500 €)
Woche 1: Landen, eine lokale SIM-Karte besorgen und Nachbarschaften erkunden (200 €)
Monat 1: Wohnung finden, ein Bankkonto eröffnen und sich für die Gesundheitsversorgung anmelden (1.500–2.500 €)
Monat 2: Dienstprogramme einrichten, eine chilenische Telefonnummer erhalten und Expat-Gruppen beitreten (300 €)
Monat 3: Spanisch lernen, Steuern einreichen und die Stadt erkunden (400 €)
**Monat 6: Sie sind fertig
